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Das Projekt

Seit August 2021 läuft in Nordrhein-Westfalen das Projekt „Abschiebungsreporting NRW“. Es macht inhumane Aspekte der Abschiebungspraxis in NRW an Einzelfällen öffentlich, informiert parteiisch in ausführlichen Berichten und nimmt besondere Härten bei Abschiebungen in den Blick. Unsere Arbeit ist eingebunden in ein Netzwerk von Selbstorganisationen, Menschenrechtsorganisationen, Initiativen, antirassistischen Gruppen, Verbänden und Einzelpersonen, die jahrelange Erfahrung in der Unterstützung und Begleitung von Geflüchteten haben.

Was soll dokumentiert werden?

Es werden insbesondere solche Abschiebungen in den Blick genommen,

  • die unverhältnismäßig waren (z.B. Abschiebung nach Jahrzehnten des Lebens in Deutschland, Abschiebung erkrankter Menschen, Familientrennungen)
  • bei denen der Vollzug der Abschiebung unverhältnismäßig war (z.B. Fesselung von Kindern, Nachtabschiebungen, Polizeigewalt, Zwangsmedikation etc.)
  • die gegen geltendes Recht verstoßen haben

Bitte um Zusammenarbeit

Wir sind auf Ihre und Eure Einzelfälle und Praxisberichte aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens angewiesen. Wir bitten um Übermittlung von Hinweisen auf Abschiebungen an den Projektreferenten, der diese dann prüft und nachrecherchiert und ggf. öffentlich dokumentiert. Gemeinsam mit den Meldenden und Betroffenen entscheiden wir auf Basis der vorliegenden Informationen über das weitere Vorgehen. Eine öffentliche Dokumentation ist möglich, wenn die von Abschiebung Betroffenen damit einverstanden sind. Alle Schritte erfolgen parteiisch in ihrem Sinne. Gerne kann der Projektreferent eingeladen werden, um bei Initiativen, in Arbeitskreisen oder Gremien das Projekt „Abschiebungsreporting NRW“ und die Ziele unserer Arbeit vorzustellen. Sprechen Sie uns gerne an!

Was leistet das Projekt?

In regelmäßigen Berichten dokumentieren wir ausgewählte Einzelfälle aus der Abschiebungspraxis in NRW, die exemplarisch besondere Probleme aufzeigen. Der Fokus liegt auf besonders drastischen Abschiebungen, auch wenn keine Abschiebung menschenrechtlich vertretbar ist. Bei der Auswahl und der Veröffentlichung der Fälle arbeiten wir eng mit den Betroffenen und übermittelnden Stellen zusammen.

Wer unterstützt das Projekt?

Das Projekt wurde in einem Netzwerk verschiedener Akteur:innen entwickelt. Es wird durch einen Beirat, ein Fachbegleitungsnetzwerk und eine Konzept-AG inhaltlich unterstützt. Die daran Beteiligten sind jeweils ehrenamtlich tätig.

Das Projekt „Abschiebungsreporting NRW“
wird gefördert von

Evangelische Kirche im Rheinland
Evangelische Kirche von Westfalen
Lippische Landeskirche
Diakonie Rhe
Pro Asyl

Spendenkonto

Projekt Abschiebungsreporting Bank für Sozialwirtschaft
DE57 3702 0500 0001 7873 01
Spenden sind steuerlich absetzbar

Melden Sie Abschiebungen aus NRW bei uns

Abschiebungsreporting NRW
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
Sebastian Rose
Aquinostraße 7–11
50670 Köln
0221 972 6932
rose@abschiebungsreporting.de
@abschiebung_nrw